Reich und berühmt werden wäre doch etwas übertrieben. Aber zumindest eine Bühne und ein Publikum. Das ist es was junge Bands wollen. In Salzburg haben drei Studis ein Netzwerk gegründet um junge Künstler zu unterstützen.
Lorena Meichelböck (23), Arne Müseler (28) und Sebastian König (25) studieren an der Uni Salzburg und ärgern sich seit Jahren, dass in Salzburg so wenig für Studierende geboten wird: „Es hatte für uns den Eindruck, dass in Salzburg fast nur Hochkultur passiert und ganz wenig abseits des Mainstreams. Sei es eine kleine Kunstausstellung oder auch ein gutes Konzert einer lokalen Rockband“ so Arne Müseler gegenüber UniHELP. Nach ein wenig Recherche stellte sich heraus, dass es zwar ganz offensichtliche eine solche Szene in Salzburg gibt, aber diese in den üblichen Medien kaum präsent ist. „Es gibt viele gute Veranstaltungen in Salzburg, die auch sicher für viele interessant wären, aber leider gibt es für diese keine Plattform. Auf den üblichen Internetseiten werden nur die vier bis fünf großen Locations in Salzburg und Umgebung präsentiert. Da fällt vieles unter den Tisch.“ konstatiert Sebastian König.
So war WE ARE SALZBURG geboren. Die Idee: Eine Eventcommunity, auf der neben den großen Veranstaltungen auch die kleinen, unbekannteren Events präsentiert werden. Lorena Meichelböck: „Bei uns steht das große Festival gleichberechtigt neben der Jam-Session im kleinen Club. Oder auch die Ausstellungseröffnung im Museum der Moderne neben dem Heimfest im Studentenwohnheim. Wir wollen abbilden, was wirklich alles passiert in Salzburg.“
Besonderes Augenmerk wird auf die Verbreitung im Web 2.0 gelegt, also auf Plattformen wie Facebook, MySpace oder Twitter. Hier bieten sich große Chancen für kleinere, unbekannte Künstler sich zu präsentieren. WE ARE SALZBURG möchte hier eine Plattform bieten. Arne Müseler: „Noch vor unserem offiziellen Start hattn wir bereits über 400 Fans auf Facebook. Damit sind wir jetzt schon die größte Salzburger Eventcommunity auf Facebook.“
Müseler betont auch, dass hier tatsächlich nur drei Studierende in ihrer Freizeit am Werk sind und kein finanzkräftiger Sponsor: „Bisher haben wir alles selbst finanziert, wir hoffen aber, dass sich unser Projekt bald von selbst trägt.“